Umsatzentwicklung

Der Konzernumsatz lag im ersten Halbjahr 2016 mit 7.966 Mio. € um 0,9 Prozent unter dem Vorjahreswert (H1 2015: 8.040 Mio. €). Bereinigt um Wechselkurseffekte von -1,1 Prozent sowie Portfolio- und sonstige Effekte von -1,1 Prozent belief sich das organische Umsatzwachstum auf 1,3 Prozent.

Die RTL Group erzielte im ersten Halbjahr 2016 ein Umsatzwachstum, das insbesondere auf die positive Entwicklung der Groupe M6, der Mediengruppe RTL Deutschland und der Digitalaktivitäten zurückzuführen ist. Penguin Random House verzeichnete einen Umsatzrückgang, im Wesentlichen bedingt durch Desinvestitionen, Wechselkurseffekte und neue Verkaufskonditionen für E-Books in den USA und Großbritannien, die zu einem geringeren Absatz führten. Bei Gruner + Jahr sank der Umsatz infolge rückläufiger Anzeigen- und Vertriebserlöse sowie durch Desinvestitionen. Die Umsätze aus Digitalgeschäften nahmen hingegen weiter zu. BMG setzte seinen Wachstumskurs fort, auch durch den Erwerb weiterer Musikunternehmen und Rechtekataloge. Arvato erwirtschaftete einen Umsatzzuwachs insbesondere in den Geschäftseinheiten CRM Solutions und Financial Solutions. Die Umsatzentwicklung bei der Bertelsmann Printing Group war im Wesentlichen vom Verkauf der Druckereiaktivitäten in Südeuropa geprägt, die im Vorjahreszeitraum noch zeitweise enthalten waren. Die Bertelsmann Education Group trieb den Ausbau des Bildungsgeschäfts weiter voran und erhöhte den Umsatz. Die im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments zusammengefassten Fondsaktivitäten werden nicht vollkonsolidiert, weshalb kein Umsatzausweis für dieses Segment erfolgt.

In der geografischen Umsatzverteilung ergaben sich moderate Veränderungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Umsatzanteil in Deutschland erhöhte sich auf 35,2 Prozent im Vergleich zu 34,0 Prozent im ersten Halbjahr 2015. Auf die Geschäfte in Frankreich entfiel ein Umsatzanteil von 14,2 Prozent (H1 2015: 14,0 Prozent). In Großbritannien belief sich der Umsatzanteil auf 5,7 Prozent (H1 2015: 5,9 Prozent), während die übrigen europäischen Länder einen Umsatzanteil von 18,5 Prozent (H1 2015: 17,8 Prozent) erreichten. Der Anteil der USA am Gesamtumsatz lag bei 20,4 Prozent (H1 2015: 21,5 Prozent), in den sonstigen Ländern wurde ein Anteil von 6,0 Prozent (H1 2015: 6,8 Prozent) erwirtschaftet. Damit ist der Anteil des Auslandsgeschäfts am Gesamtumsatz von 66,0 Prozent im ersten Halbjahr 2015 auf 64,8 Prozent leicht gesunken. Das Verhältnis der vier Erlösquellen (Produkte und Waren, Werbung und Anzeigen, Dienstleistungen, Rechte und Lizenzen) zueinander blieb im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 weitgehend unverändert.

Operating EBITDA

Im Berichtszeitraum erzielte Bertelsmann ein Operating EBITDA in Höhe von 1.111 Mio. € (H1 2015: 1.063 Mio. €). Die EBITDA-Marge lag mit 13,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums von 13,2 Prozent. Das operative Ergebnis der RTL Group verbesserte sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2015. Der Anstieg war vor allem auf höhere Ergebnisbeiträge der Groupe M6 und der Mediengruppe RTL Deutschland zurückzuführen. Der Umsatzrückgang bei Penguin Random House belastete auch das Operating EBITDA. Infolge geringerer Umsätze im Anzeigengeschäft sowie durch Anlaufverluste für Digitalgeschäfte verringerte sich das operative Ergebnis bei Gruner + Jahr. Das Operating EBITDA von BMG lag über dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis von Arvato erhöhte sich über alle Geschäftseinheiten hinweg. Angesichts einer verbesserten Produktionsauslastung infolge von Neukundengewinnung und weiteren Kosteneinsparungen erhöhte sich das Operating EBITDA der Bertelsmann Printing Group. Das operative Ergebnis der Bertelsmann Education Group ging infolge von Anlaufverlusten für den Ausbau der Geschäfte und infolge von Transformationskosten im Berichtszeitraum zurück. Da die im Unternehmensbereich Bertelsmann Investments zusammengefassten Fondsaktivitäten nicht vollkonsolidiert werden, erfolgt mehrheitlich kein operativer Ergebnisausweis.

Sondereinflüsse

Insgesamt neutralisierten sich die Sondereinflüsse im Berichtszeitraum, nach -101 Mio. € in der Vergleichsperiode. Sie setzten sich zusammen aus Wertminderungen auf sonstige Finanzanlagen in einer Gesamthöhe von -5 Mio. € (H1 2015: -5 Mio. €), einem Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen in Höhe von 56 Mio. € (H1 2015: 17 Mio. €) sowie Restrukturierungsaufwendungen und weiteren Sondereinflüssen in Höhe von insgesamt -51 Mio. € (H1 2015: -118 Mio. €). Das Ergebnis aus Beteiligungsverkäufen war insbesondere geprägt von Veräußerungsgewinnen im Bereich Bertelsmann Investments. Im Berichtszeitraum gab es keine Neubewertungen von Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert nach 5 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

EBIT

Ausgehend vom Operating EBITDA ergab sich nach Einbeziehung der Sondereinflüsse in Höhe von 0 Mio. € (H1 2015: -101 Mio. €) sowie der nicht in den Sondereinflüssen enthaltenen Abschreibungen, Wertminderungen und Wertaufholungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von -306 Mio. € (H1 2015: -292 Mio. €) im Berichtszeitraum ein EBIT von 805 Mio. € (H1 2015: 670 Mio. €).

Konzernergebnis

Das Finanzergebnis belief sich auf -117 Mio. € (H1 2015: -119 Mio. €). Der Steueraufwand lag insbesondere infolge des verbesserten Ergebnisses vor Steuern aus fortgeführten Aktivitäten bei -206 Mio. € nach -156 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Daneben sind die positiven Sondereffekte im Steueraufwand gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Aktivitäten ergab somit 482 Mio. € (H1 2015: 395 Mio. €). Da im Berichtszeitraum keine Gesellschaften als nicht fortgeführte Aktivitäten klassifiziert sind, beträgt das Konzernergebnis ebenfalls 482 Mio. € (H1 2015: 398 Mio. €). Der Anteil der Bertelsmann-Aktionäre am Konzernergebnis lag bei 288 Mio. € (H1 2015: 217 Mio. €). Der Anteil der nicht beherrschenden Anteilseigner am Konzernergebnis belief sich auf 194 Mio. € (H1 2015: 181 Mio. €).