RTL Group

Die RTL Group verzeichnete im ersten Halbjahr eine positive Geschäftsentwicklung mit Umsatz- und Ergebniswachstum. Der Umsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,2 Prozent auf 2,9 Mrd. € (H1 2015: 2,8 Mrd. €). Hierzu trugen insbesondere die Mediengruppe RTL Deutschland, der weitere Ausbau der internationalen Digitalgeschäfte sowie die TV-Aktivitäten in Frankreich bei. Das Operating EBITDA stieg um 8,2 Prozent auf 676 Mio. € (H1 2015: 625 Mio. €). Diese deutliche Ergebnisverbesserung wurde insbesondere von der Groupe M6 und der Mediengruppe RTL Deutschland getragen. Der Anstieg bei der Groupe M6 war dabei vor allem durch einen positiven Effekt im Zusammenhang mit dem schrittweisen Auslaufen der Mobilfunkvereinbarung M6 Mobile bedingt. Die Mediengruppe RTL Deutschland erzielte erneut ein Rekordergebnis.

Die Senderfamilien der RTL Group entwickelten sich in einem freundlichen Marktumfeld – mit Ausnahme von Ungarn wuchsen alle relevanten europäischen TV-Werbemärkte – insgesamt positiv: Durch die Übertragungen der Fußballeuropameisterschaft auf den öffentlich-rechtlichen Sendern ging der Zuschauermarktanteil der Mediengruppe RTL Deutschland in der Hauptzielgruppe leicht zurück – allerdings konnte der Vorsprung auf den größten kommerziellen Wettbewerber auf drei Prozentpunkte ausgebaut werden. Zudem startete die Mediengruppe zwei neue TV-Sender und sicherte sich die Übertragungsrechte für 28 weitere Spiele der deutschen Fußballnationalmannschaft. In Frankreich erzielte die Groupe M6 in der werberelevanten Zielgruppe deutliche Zuschauermarktanteilsgewinne; der Hauptsender M6 profitierte dabei von der Ausstrahlung von acht Spielen der Fußballeuropameisterschaft im Juni.

Fremantle Media verzeichnete einen geringeren Umsatz als im Vorjahreszeitraum; dies war vor allem auf Rückgänge in Nordamerika zurückzuführen. Der Umsatzrückgang konnte jedoch ergebnisseitig mehr als kompensiert werden. Gleichzeitig stärkte die Produktionsfirma ihre Position durch weitere Akquisitionen, unter anderem in Großbritannien und Israel.

Die Digitalgeschäfte der RTL Group erzielten weiterhin dynamisches Wachstum. Ihr Umsatz erhöhte sich im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 um 20,5 Prozent von 219 Mio. € auf 264 Mio. €. Dabei verzeichneten die Onlinevideoangebote insgesamt 123,1 Milliarden Abrufe, 190 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Mediengruppe RTL Deutschland stärkte ihr Digitalportfolio durch die Mehrheitsübernahme des Onlinevideovermarkters Smartclip.

Penguin Random House

Die weltweit führende Publikumsverlagsgruppe Penguin Random House verzeichnete im Berichtszeitraum eine starke Bestsellerperformance. Beeinträchtigt wurde diese durch einen erwarteten Rückgang der E-Book-Verkäufe in den USA und Großbritannien, der teilweise auf neue Verkaufskonditionen im Handel zurückzuführen war. Dies führte zu einem verringerten Umsatz und Operating EBITDA. Unter Berücksichtigung der vollständig von Bertelsmann gehaltenen Verlagsgruppe Random House erzielte die Buchgruppe einen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,7 Prozent reduzierten Umsatz von 1,5 Mrd. € (H1 2015: 1,7 Mrd. €). Umsatzmindernd wirkten sich Portfolio- und negative Wechselkurseffekte aus, stabile Verkaufszahlen bei gedruckten Büchern und eine positive Entwicklung bei Audioformaten glichen dies teilweise aus. Das Operating EBITDA ging um 10,6 Prozent auf 185 Mio. € zurück (H1 2015: 207 Mio. €); Einsparungen aus der inzwischen abgeschlossenen Integration machten sich positiv bemerkbar.

In den USA platzierte Penguin Random House im ersten Halbjahr 316 Titel auf den Bestsellerlisten der „New York Times“, 59 davon auf Platz eins. Erfolgreichste Bücher waren die Romane „Me Before You“ und „After You“ von Jojo Moyes mit insgesamt 2,4 Mio. veräußerten Exemplaren. „Girl on the Train“ von Paula Hawkins blieb mit 800.000 Print-, Audio- und E-Book-Verkäufen ein Bestseller. Diverse Klassiker von Dr. Seuss verkauften sich zusammen mehr als drei Millionen Mal.

In Großbritannien stellte Penguin Random House mit 113 Büchern mehr als die Hälfte aller Top-10-Titel auf der wöchentlichen „Sunday Times“-Bestsellerliste. Neben den Romanen von Hawkins und Moyes verzeichneten auch Bill Bryson mit „The Road to Little Dribbling“ sowie Roald Dahl mit dem Kinderbuch „The BFG“ große Erfolge.

Penguin Random House Grupo Editorial erweiterte die spanisch- und portugiesischsprachigen Verlagsaktivitäten. Höhere Absätze und der Gewinn von Marktanteilen in Spanien wurden kompensiert durch sich verschlechternde ökonomische Bedingungen in Lateinamerika.

Bei Penguin Random House Grupo Editorial konnten ein guter Geschäftsverlauf in Lateinamerika sowie zweistellige Wachstumsraten bei E-Book-Verkäufen die anhaltend herausfordernde Buchkonjunktur in Spanien mehr als ausgleichen. Bei der Integration der im Vorjahr übernommenen spanisch- und portugiesischsprachigen Verlagsaktivitäten von Santillana Ediciones Generales wurden signifikante Fortschritte erzielt.

Die Verlagsgruppe Random House in Deutschland verzeichnete ein stabiles erstes Halbjahr und platzierte 236 Titel auf den „Spiegel“-Bestsellerlisten.

Zahlreiche Autoren der Verlagsgruppe gewannen renommierte Auszeichnungen, darunter US-Pulitzer-Preise in den Bereichen „General Nonfiction“, „History“ und „Autobiography“.

Bertelsmann hält 53 Prozent der Anteile an Penguin Random House, Pearson 47 Prozent.

Gruner + Jahr

Gruner + Jahr setzte seine strategische Transformation fort. Das erste Halbjahr war geprägt von Zukäufen und Kooperationen in allen wichtigen Märkten. Der Umsatz war nahezu stabil bei 777 Mio. € (H1 2015: 785 Mio. €), ein Rückgang um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Umsatzmindernd wirkten sich vor allem die allgemeine Entwicklung am Printanzeigenmarkt und Portfoliomaßnahmen aus – etwa der Verkauf des Motor-Presse-Geschäfts in Frankreich. Die stark wachsenden Digitalerlöse in Deutschland und Frankreich kompensierten diese Rückgänge nahezu vollständig. Der Umsatz der digitalen Geschäfte von G+J in den Kernmärkten wuchs um 31 Prozent. Das Operating EBITDA verringerte sich um 7,1 Prozent auf 52 Mio. € (H1 2015: 56 Mio. €). Hier wirkten sich vor allem hohe Aufwendungen für Digitalgeschäfte – insbesondere bei G+J Deutschland – aus. Höhere Ergebnisse als im ersten Halbjahr 2015 steuerten die Geschäfte von G+J Frankreich sowie der Deutsche Presse Vertrieb (DPV) bei.

G+J Deutschland steigerte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Maßgeblichen Anteil hieran hatte der organische wie akquisitorische Ausbau der Digitalgeschäfte sowohl in den Wachstumsfeldern Content, Community und Commerce als auch in der Digitalvermarktung. Zusätzliche Umsatzbeiträge lieferten auch die Zukäufe Trnd, Danato, Delinero und Employour. Dank der erfolgreichen Einführung neuer Zeitschriftentitel konnte G+J Deutschland seine Vertriebserlöse zudem nahezu stabil halten. Mit Territory formierte das Unternehmen den größten Content-Communication-Dienstleister Deutschlands. Höhere Umsätze als im Vorjahreszeitraum erzielten das Dresdner Druck- und Verlagshaus sowie der DPV.

In Frankreich steigerte Prisma Media Umsatz und Ergebnis. Das anhaltend starke Wachstum der Digitalgeschäfte konnte marktbedingte Rückgänge im Printanzeigengeschäft mehr als kompensieren. Mit der Groupe Cerise übernahm Prisma Media zudem einen der führenden digitalen Bewegtbildanbieter des Landes.

BMG

Die Bertelsmann-Musiktochter BMG, die seit dem 1. Januar 2016 als eigenständiger Unternehmensbereich firmiert, baute im ersten Halbjahr ihre Marktstellung in den beiden Rechtebereichen Verlag und Tonträger weiter aus und verzeichnete dabei anhaltendes Geschäftswachstum. Der Umsatz erhöhte sich um 4,6 Prozent auf 182 Mio. € (H1 2015: 174 Mio. €), insbesondere bedingt durch das Wachstum des Verlagsgeschäfts in Großbritannien und Kontinentaleuropa wie auch des Tonträgergeschäfts in den USA und Kontinentaleuropa. Das Operating EBITDA erreichte 32 Mio. € und lag damit 6,7 Prozent über dem Vorjahreswert (H1 2015: 30 Mio. €).

BMG stärkte sein Portfolio im ersten Halbjahr durch eine Reihe von Akquisitionen und Katalogzukäufen. So erwarb das Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung am ARC-Music- Verlagskatalog und damit Rechte an Songs von unter anderem Chuck Berry, den Beach Boys und John Lee Hooker. Zudem setzte BMG wesentliche strategische Initiativen um, darunter die Konsolidierung seines weltweiten Tonträgervertriebs sowie die Markteintritte in Australien und in Brasilien. Darüber hinaus gab BMG nur wenige Monate nach dem Markteintritt in Australien die Übernahme von Alberts bekannt, einem der bedeutendsten Musikunternehmen des Landes.

Zu den wichtigsten Kunden, die BMG im ersten Halbjahr neu unter Vertrag nahm, gehörte Pink-Floyd-Gründer und -Songwriter Roger Waters. Im Zuge des Signings vertritt BMG die Verlagsinteressen am Pink-Floyd-Katalog, zu dem unter anderem die Titel „Money“, „Another Brick in the Wall“ oder „Comfortably Numb“ gehören. Zudem erzielten zahlreiche BMG-Kunden kreative Erfolge, darunter etwa Rick Astley, dessen neues Album in Großbritannien Platz eins der Charts erreichte. Insgesamt waren BMG-Musiker und Songwriter von BMG in den USA an 19 Grammy-, in Deutschland an 19 Echo- und in den Niederlanden an zwölf Buma-Auszeichnungen beteiligt.

Arvato

Arvato verzeichnete im ersten Halbjahr eine positive Geschäftsentwicklung mit Umsatz- und Ergebniswachstum. Der Umsatz stieg um 3,6 Prozent auf 1,9 Mrd. € (H1 2015: 1,8 Mrd. €). Dabei wuchsen die drei größten Solutions Groups CRM, SCM und Financial Solutions alle organisch. Das Operating EBITDA erhöhte sich um 26,8 Prozent auf 180 Mio. € (H1 2015: 142 Mio. €); hierzu trugen alle Solution Groups bei.

Die bei Arvato CRM gebündelten Dienstleistungsgeschäfte haben sich im ersten Halbjahr 2016 stark entwickelt und trugen maßgeblich zum Umsatz- und Ergebnisanstieg von Arvato bei. Neben der klassischen Kundenberatung am Telefon lag der Fokus auf der Weiterentwicklung alternativer Kommunikationswege bei der Kundenansprache, wie z. B. Social Media und (Video-)Chat. Zudem konnten internationale Neukunden aus den Branchen IT/Internet und Tourismus gewonnen werden. Im indischen Gurgaon wurde ein neues Service-Center mit Platz für rund 1.400 Mitarbeiter eröffnet.

Arvato SCM Solutions hat im Berichtszeitraum national und international bestehende Kundenbeziehungen weiter ausgebaut und Projekte mit neuen Auftraggebern implementiert. Das Netz der europäischen Logistikstandorte wurde zudem unter anderem durch die Inbetriebnahme eines neuen Distributionscenters im niederländischen Gennep weiter ausgebaut.

Auch die Finanzdienstleistungsgeschäfte entwickelten sich im ersten Halbjahr 2016 positiv. Getragen wurde diese Entwicklung – neben einem stabil wachsenden Geschäft in Deutschland – vor allem von einem sehr guten Geschäftsverlauf mit BPO-Dienstleistungen für internationale Großkunden. Um die Innovationskraft weiter auszubauen, wurde in Tallinn ein IT-Entwicklungs- und Innovationszentrum eröffnet und in Dublin ein Robotik-Labor aufgebaut.

Der IT-Dienstleister Arvato Systems verzeichnete eine konstant hohe Nachfrage nach Lösungen rund um die Themenfelder Anwendungsentwicklung und digitale Transformation. Alle Geschäftseinheiten im Bereich Digital Marketing haben sich positiv entwickelt, insbesondere das Multipartnerprogramm DeutschlandCard ist profitabel gewachsen.

Bertelsmann Printing Group

Die Bertelsmann Printing Group fasst seit 1. Januar 2016 alle weltweiten Offset- und Tiefdruckaktivitäten von Bertelsmann sowie einige weitere Dienstleistungs- und Produktionsgeschäfte in einem neuen Unternehmensbereich zusammen. Die Gruppe konnte im ersten Halbjahr wichtige Themenfelder der Integration umsetzen und behauptete sich erfolgreich in einem herausfordernden Marktumfeld. Der Umsatz der Gruppe verminderte sich vor allem aufgrund des 2015 vollzogenen Verkaufs der spanischen Geschäfte um 5,3 Prozent auf 774 Mio. € (H1 2015: 817 Mio. €). Um Portfolio- und Wechselkurseffekte bereinigt lag der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau. Das Operating EBITDA der Gruppe stieg dank einer verbesserten Produktionsauslastung infolge von Neukundengewinnung und erfolgreicher Kostenmaßnahmen deutlich um 17,5 Prozent auf 47 Mio. € (H1 2015: 40 Mio. €).

Die Offsetdruckgeschäfte der Bertelsmann Printing Group blieben in den ersten sechs Monaten auf gutem Ergebnisniveau stabil. Europas führende Offsetdruckerei Mohn Media bestätigte das gute Umsatz- und Ergebnisniveau des Vorjahreszeitraums.

Die in der Prinovis-Gruppe gebündelten Tiefdruckaktivitäten entwickelten sich positiv und erzielten einen höheren Umsatz- und Ergebnisbeitrag als im ersten Halbjahr 2015. In Großbritannien konnten Erfolge bei der Neukundengewinnung erzielt werden. Dies wird zur langfristigen Auslastung des Standorts in Liverpool beitragen und auch den Druckereien von Prinovis in Deutschland zugutekommen.

Trotz einer weiterhin intensiven Wettbewerbssituation im Bereich Buchdruck konnten die US-Druckereien der Bertelsmann Printing Group sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern. Rückgänge in der Taschenbuchproduktion konnten durch eine Ausweitung des Geschäfts mit innovativen Printprodukten auf neue Branchen kompensiert werden.

Die Umsätze in der Speichermedienreplikation gingen aufgrund der Schließung des US-Standortes Weaverville Anfang 2016 erwartungsgemäß zurück. Am Hauptstandort in Gütersloh konnten Produktionsmengen, Umsatz und Ergebnis gegen den allgemeinen Markttrend gesteigert werden. Verantwortlich für diese Entwicklung war unter anderem die im Frühjahr angelaufene UHD-Produktion.

Bertelsmann Education Group

Bertelsmann setzte im Berichtszeitraum die Expansion seiner Bildungsaktivitäten in den Sektoren E-Learning (Gesundheit und Technologie) sowie Online-Dienstleistungen fort. Seit September 2015 sind diese in der Bertelsmann Education Group gebündelt, die seit 1. Januar 2016 als eigenständiger Unternehmensbereich firmiert.

Die Geschäfte der Division verzeichneten – soweit von Bertelsmann vollkonsolidiert – ein Umsatzplus von 28 Prozent auf 64 Mio. € (H1 2015: 50 Mio. €). Das Operating EBITDA ging hingegen zurück auf -13 Mio. € (H1 2015: -3 Mio. €). Gründe hierfür waren vor allem geplante Anlaufverluste zum weiteren Geschäftsausbau, Transformationskosten bei der Alliant International University sowie das anteilige Ergebnis des assoziierten Online-Bildungsdienstleisters HotChalk.

Positiv entwickelte sich besonders der E-Learning-Anbieter Relias Learning, der sowohl organisch als auch akquisitorisch wuchs. Die Bertelsmann-Tochter gewann neue Kunden, deren Mitarbeiter in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres rund 15 Mio. Onlinekurse absolvierten. Im Berichtszeitraum übernahm Relias außerdem das auf Weiterbildungsprogramme für häusliche Pflege spezialisierte Unternehmen Assessment & Intelligence Systems aus Kanada und startete seine Geschäftstätigkeit in Großbritannien.

Der E-Learning-Anbieter Udacity, an dem Bertelsmann beteiligt ist, weitete sein Geschäft ebenfalls international aus und ist mit seinen „Nanodegree“-Angeboten seit kurzem unter anderem in China, Indien und Deutschland aktiv.

HotChalk wuchs mit bestehenden und neuen Partneruniversitäten. Aktuell sind an sieben Hochschulen rund 6.600 Studenten in Programmen eingeschrieben, die von HotChalk unterstützt werden.

Die auf den Bereich Psychologie spezialisierte Alliant International University setzte ihre Transformation fort; zurzeit studieren an den elf Standorten der Hochschule rund 3.500 Studenten.

Bertelsmann Investments

Die seit Anfang des Jahres im neu gegründeten Unternehmensbereich Bertelsmann Investments gebündelten vier Digitalfonds von Bertelsmann bauten ihre internationalen Start-up-Beteiligungen weiter aus. Über Bertelsmann Asia Investments (BAI), Bertelsmann Brazil Investments (BBI), Bertelsmann India Investments (BII) und Bertelsmann Digital Media Investments (BDMI) war Bertelsmann zum 30. Juni 2016 in 125 Unternehmen investiert. Die Geschäftsentwicklung von Bertelsmann Investments wird im Wesentlichen auf Basis des EBIT ermittelt, das sich auf 42 Mio. € erhöhte (H1 2015: -7 Mio. €). Gewinne aus Beteiligungsverkäufen von Bertelsmann Investments – allen voran bei BAI – leisteten somit einen signifikanten Beitrag zum Konzernergebnis.

In China investierte BAI im Berichtszeitraum in zehn neue Unternehmen und beteiligte sich außerdem an weiteren Finanzierungsrunden, unter anderem für die Fitness-App Keep und die Dating-Plattform Tantan.

In Indien stärkte Bertelsmann seine Aktivitäten in strategisch relevanten Geschäftsfeldern über den Einstieg von BII bei dem E-Commerce-Dienstleister KartRocket, dem sozialen Modenetzwerk Roposo sowie dem Fintech-Unternehmen Lendingkart. Außerdem tätigte BII Folgeinvestitionen in existierende Beteiligungen wie Pepperfry, WizIQ und iNurture.

BBI trieb in Brasilien zusammen mit dem strategischen Partner Bozano Investimentos den Einstieg in das Online-Bildungsgeschäft durch die Investition in Medcel, einen Anbieter von Vorbereitungskursen für Medizinstudenten, voran.

BDMI investierte im Berichtszeitraum unter anderem in die Video-Plattform Vemba, den Next-Generation-Publisher Inverse sowie die beiden auf Virtual Reality spezialisierten Start-ups Visionary VR in den USA und Splash in Deutschland.

Alle Plattformen trugen durch ihre Arbeit dazu bei, digitale Trends zu identifizieren und die innovativen Portfoliounternehmen bei ihrer Entwicklung zu unterstützen.